
Netflix hat den ersten kleinen Trailer zu seiner neuen Realverfilmung von „Scooby-Doo“ veröffentlicht. Der sorgt aber nicht gerade für Begeisterungsstürme und löste stattdessen sogar einen waschechten Shitstorm aus. Wir verraten euch, warum.
Das ist neu: Scooby-Doo ist erstmals ein echter Hund!
Der Streamingdienst Netflix arbeitet derzeit an einer Serienadaption von Scooby-Doo – jedoch nicht als Zeichentrick, sondern als Realserie mit echten Darstellern. Klingt nach einer spannenden Idee, wenngleich die bereits vorhandenen Realverfilmungen aus den Jahren 2001 und 2004 inhaltlich betrachtet nicht gerade das Gelbe vom Ei waren. Aber was soll schon schiefgehen? Sofern man ein paar passende Schauspieler für die Hauptcharaktere zusammenbekommt und eine einigermaßen gute CGI-Schmiede zur Umsetzung von Scooby-Doo beauftragt, wird am Ende schon etwas Brauchbares dabei herauskommen. Doch schon bevor die neue Serie überhaupt veröffentlicht wurde, sorgt nun der erste Trailer für Fassungslosigkeit bei den Fans: Scooby-Doo wurde nämlich mitnichten via CGI hergestellt, sondern ist erstmals überhaupt ein echter Hund.
Hinzu kommt: Scooby ist in der Serie keine ausgewachsene deutsche Dogge, sondern stattdessen ein Welpe. Der sieht zwar niedlich aus, hat aber einfach mal so gar nichts mit dem bekannten Scooby-Doo zu tun, den die Fans schon seit den 60er Jahren lieben. Für all diejenigen unter euch, denen Scooby-Doo nicht ganz so vertraut ist: Der tierische Ermittler ist in den Original-Zeichentrickserien aus den 60ern und 70ern eine wuchtige Dogge, die allerlei schräge Gesichtsausdrücke auf Lager hat. Wenn mal wieder ein gruseliges Wesen auftaucht, springt er gerne mal sein Herrchen Shaggy an, um sich an ihm festzuklammern – zuvor erschreckt er sich bereits oft mit einem übertriebenen Gesichtsausdruck. Passiert Shaggy mal ein Missgeschick, kichert sich Scooby ins Fäustchen und wenn die leckeren Scooby -Snacks ins Spiel kommen, ist er vor lauter Freude kaum noch zu stoppen. Scooby-Doo lebt also von seiner schrägen Darbietung innerhalb der Serie, sodass sich die Fans schon jetzt eine absolut berechtigte Frage stellen: Wie in aller Welt soll ein echter Hund den Charme von Scooby darstellen?
So sah Scooby-Doo in der Serie The Scooby-Doo Show von 1976 aus:
Und das war Scoobys animierter Auftritt im ersten Kinofilm:
Kleiner Hund mit wenig Fähigkeiten?
Dass Scooby-Doo in der neuen Netflix Serie noch ein Welpe ist, könnte für weitere Probleme sorgen: In der Originalserie ist die deutsche Dogge ein wichtiges Mitglied des Teams und liefert wertvolle Hinweise und Inputs bei der Jagd nach schaurigen Geistern, Dämonen und anderen Wesen. Wie aber soll ein kleines Hündchen das neue Team unterstützen? Ich erinnere mich da persönlich an die Serie „Scooby und Scrappy-Doo“ aus dem Jahr 1978, in der mit Scrappy schon einmal eine kleinere Version von Scooby-Doo eingeführt wurde. Mich persönlich hat die halbe Portion, die auch noch in nachfolgenden Serien mitwirkte, eigentlich immer nur genervt, denn seine Hauptaufgabe bestand darin, sich mit stärkeren Gegnern duellieren zu wollen – ehe er von Scooby doch noch zurückgezogen wurde. Und selbst für den Fall, dass einige Zuschauer dies als witzig empfunden haben mögen: Ein echter Hund wird nicht einmal diese Aufgabe ansatzweise realistisch umsetzen können. Wie um alles in der Welt sind die Macher der Serie also auf die Idee gekommen, auf einen CGI-animierten Scooby zu verzichten?
Neu ist übrigens zudem, dass Daphne, Velma, Shaggy und Fred noch längst nicht das eingeschworene Team sind, das man aus den früheren Serien kennt: Sie lernen sich stattdessen als Teenager in einem Sommercamp kennen, in dem ein mysteriöser Mord mit übersinnlichen Zusammenhängen geschieht. Die späteren Mystery Inc. Ermittler arbeiten also erstmals in ihrem Leben zusammen, sodass vermutlich auch die legendäre Mystery Machine keine zentrale Rolle spielen wird – oder zumindest erst im weiteren Verlauf der Serie. Letztendlich könnte die neue Handlung durchaus frischen Wind in das Franchise bringen – oder sie entpuppt sich als absoluter Rohrkrepierer, da die waschechten Fans ganz andere Vorstellungen von einer guten Scooby-Doo-Serie haben.
Ein Blick auf den Cast der neuen Scooby-Doo-Serie
Da Matthew Lillard mittlerweile zu alt für die Rolle des Shaggy geworden ist, wird dieser in der neuen Netflix Serie von Tanner Hagen verkörpert. In der Rolle des Fred ist Maxwell Jenkins aus „Lost in Space“ zu sehen. Daphne wird hingegen von Mckenna Grace („Scream 7“) verkörpert und in die Rolle von Velma wird Abby Ryder Fortson aus „Ant-Man“ schlüpfen. Die erste Staffel der Serie, die übrigens auf den Namen „Scooby-Doo: Origins“ hören wird, soll aus 8 Episoden bestehen, eine Fortsetzung ist bei einem erfolgreichen Start natürlich nicht auszuschließen. Als Showrunner konnten Josh Appelbaum („Teenage Mutant Ninja Turtles“) und Scott Rosenberg („Zoo“) sowie Greg Berlanti („Riverdale“) verpflichtet werden, sodass die Serie insgesamt hochkarätig besetzt zu sein scheint. Ob sie allerdings auch die Zuschauer in ihren Bann ziehen kann, wird sich frühestens zum noch nicht datierten Start im Jahr 2027 zeigen.


