
RTL Deutschland reagiert auf sinkende Werbeeinnahmen und den strukturellen Wandel der TV-Branche. Rund 600 Stellen sollen gestrichen werden – ein Einschnitt, der den Konzern nachhaltig verändern und den Fokus noch stärker auf das Streaminggeschäft verschieben soll.
RTL richtet sich neu aus
Der Senderumbau kommt nicht überraschend: Rückläufige TV-Werbemärkte, wirtschaftliche Unsicherheit und der Trend hin zu Streaming erzwingen tiefgreifende Maßnahmen. RTL-Deutschlandchef Stephan Schmitter betont, den größten Arbeitsplatzabbau der Unternehmensgeschichte „so sozialverträglich wie möglich“ umzusetzen. Dazu gehören Abfindungsprogramme und Altersteilzeitmodelle. Betriebsbedingte Kündigungen sollen nach Möglichkeit vermieden werden.
Ursachen: Einbruch bei Werbeumsätzen
Die Einnahmen im TV-Werbemarkt sind seit Jahren rückläufig. In den ersten drei Quartalen 2025 sank der Werbeumsatz der gesamten RTL-Gruppe um 119 Millionen Euro – ein Minus von rund 7,5 Prozent. Seit 2019 verzeichnet RTL sogar ein Minus von über 20 Prozent. Diese Entwicklung trifft das lineare Fernsehen besonders hart und zwingt zur Neuorientierung.
Wen trifft der Stellenabbau?
Betroffen sind laut RTL alle Unternehmensbereiche sowie nahezu alle Standorte – darunter Köln, Berlin und Hamburg. Der Sender beschäftigt in Deutschland etwa 7500 Mitarbeitende, davon rund 1700 im journalistischen Bereich. Mit einer durchschnittlichen Belegschaft von 42 Jahren ist unklar, wie viele Angestellte für Altersteilzeit infrage kommen. Bis 7. Januar 2026 soll feststehen, wen es konkret trifft.
Streaming als Zukunftssäule
Trotz Sparmaßnahmen will RTL weiter stark in eigene Inhalte investieren – Schmitter spricht weiterhin von Milliardenbeträgen. Die künftige Strategie setzt klar auf Streaming, ein wachsendes Geschäftsfeld, das für RTL langfristig neue wirtschaftliche Stabilität schaffen soll.
Fazit: Harte Einschnitte in schwierigen Zeiten
Der Stellenabbau markiert einen Wendepunkt für RTL Deutschland. Die Kombination aus wirtschaftlichem Druck, rückläufigen Werbeeinnahmen und dem Wandel zum Streaming zwingt zu tiefen Einschnitten. Gleichzeitig investiert RTL weiter in digitale Inhalte – ein Signal, wohin die Reise für das Medienunternehmen gehen soll.
*Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft.


