Netflix und Sony schließen globalen Milliarden-Deal

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© Netflix
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Netflix und Sony Pictures setzen ein starkes Zeichen für die Zukunft des Streamings. Mit einem branchenweit ersten exklusiven globalen Pay-per-View-Deal im Wert von über sieben Milliarden US-Dollar sichern sich beide Seiten langfristig Vorteile. Für euch bedeutet das: deutlich mehr große Sony-Filme weltweit auf Netflix – aus einer Hand und ohne regionale Zersplitterung.

Historischer Pay-per-View-Deal mit Signalwirkung

Netflix und Sony Pictures Entertainment haben einen weltweiten Pay-per-View-Lizenzvertrag geschlossen, der neue Maßstäbe setzt. Nach Kino- und Heimkinoauswertung werden Sony-Filme künftig exklusiv auf Netflix verfügbar sein. Mit einem Volumen von mehr als sieben Milliarden US-Dollar übertrifft die Vereinbarung den bisherigen Deal aus dem Jahr 2021 deutlich.

Besonders relevant ist der internationale Teil der Vereinbarung: Erstmals werden die Pay-per-View-Rechte für Sony-Filme global gebündelt. Die bislang übliche Aufteilung auf zahlreiche regionale Partner entfällt. Finanzielle Details wurden nicht offiziell bestätigt, doch Branchenkreise sprechen von einem massiven Wachstum gegenüber früheren Verträgen.

Warum Netflix und Sony diesen Schritt gehen

Die neue globale Vereinbarung kommt nicht überraschend. Sony-Titel gehören seit Jahren zu den erfolgreichsten Filmen auf Netflix. Produktionen wie „Anyone But You“ oder „It Ends With Us“ schafften es regelmäßig in die weltweiten Top-10-Charts.

Hinzu kommt der Erfolg von Sony Pictures Animation: Der Netflix-Exklusivtitel „K-Pop Demon Hunters“ entwickelte sich mit rund einer halben Milliarde Abrufen zum meistgesehenen Film des Dienstes und erzielte parallel ein Kinoeinspielergebnis von rund 19 Millionen US-Dollar. Diese Erfolge zeigen, wie gut Sony-Content beim Netflix-Publikum funktioniert.

Ausbau statt Amazon-Deal

Laut Berichten prüfte Sony ursprünglich einen Offshore-Pay-per-1-Deal mit Amazon. Doch Netflix sicherte sich den Zuschlag und baut damit den bestehenden Vertrag deutlich aus. Bereits 2022 hatten beide Seiten einen inländischen und teilweise internationalen Pay-per-1-Deal über rund 2,5 Milliarden US-Dollar für fünf Jahre abgeschlossen.

Aktuell besitzt Netflix die Pay-per-View-Rechte an Sony-Spielfilmen unter anderem in den USA, Deutschland und Südostasien. Zu den erfolgreichsten Titeln dieses Vertrags zählen „Uncharted“, „Spider-Man: Across the Spider-Verse“, „It Ends with Us“, „Anyone But You“ und „Venom: The Last Dance“.

Die neue globale Pay-1-Vereinbarung wird ab Ende dieses Jahres schrittweise eingeführt, sobald bestehende Rechte in einzelnen Regionen auslaufen. Die vollständige weltweite Verfügbarkeit auf Netflix ist für Anfang 2029 geplant. Der Deal läuft bis 2032.

Brisant: Die Preise für Sony-Titel sollen im Vergleich zum ersten Vertrag um rund 40 Prozent gestiegen sein. Der größte Teil dieser Steigerung entfällt auf den internationalen Markt, der nun erstmals vollständig integriert ist.

Diese Sony-Highlights kommen zuerst zu Netflix

Zu den ersten Filmen, die im Rahmen des neuen Vertrags auf Netflix erscheinen sollen, zählt „The Nightingale“, ein Drama mit Dakota und Elle Fanning in den Hauptrollen. Ebenfalls geplant ist Buds aus dem Hause Sony Pictures Animation. Hinzu kommt die lang erwartete Realverfilmung von „The Legend of Zelda“, die zu den ambitioniertesten Projekten des Studios gehört. Auch „Spider-Man: Beyond the Spider-Verse“ wird Teil des neuen Line-ups sein und die erfolgreiche Animationsreihe fortsetzen. Abgerundet wird das Paket durch das geplante Beatles-Film-Quartett von Sam Mendes, das die Geschichte der legendären Band aus mehreren Perspektiven beleuchten soll.

Bedeutung für Markt und Regulierung

Während Netflix seine strategischen Optionen im Studio- und Plattformmarkt weiter auslotet, könnte der neue Sony-Deal auch regulatorisch relevant werden. Er zeigt, dass der Streamingdienst weiterhin stark auf die Lizenzierung von Inhalten externer Studios setzt und nicht ausschließlich auf Eigenproduktionen.

Der Vertrag ergänzt zudem den bereits angekündigten US-Pay-per-View-Deal zwischen Netflix und Universal, der ab 2027 greift. Auch dort sichert sich Netflix exklusive Streamingfenster für große Kinotitel nach deren Auswertung auf Peacock.

Das sagen die Verantwortlichen

„Unsere Mitglieder weltweit lieben Filme, und der exklusive Zugang zu Sonys beliebten Filmen bietet ihnen einen enormen Mehrwert für ihr Abonnement“, so Lauren Smith, Vice President of Licensing and Programming Strategy bei Netflix. „Sonys beeindruckendes Angebot an Kultfilmreihen wie Spider-Man: Across the Spider-Verse und Eigenproduktionen wie Anyone But You erfreut sich großer Beliebtheit bei unserem US-Publikum, und wir freuen uns, dieses Angebot nun unseren Mitgliedern weltweit zugänglich zu machen.“ 

„Unsere Partnerschaft mit Netflix war schon immer ungemein wertvoll“, sagte Paul Littmann, EVP Global Distribution bei Sony Pictures Television. „Dieser neue Pay-per-View-Vertrag hebt die Partnerschaft auf die nächste Stufe und unterstreicht die anhaltende Attraktivität unserer Kinofilme für das globale Netflix-Publikum. Er verdeutlicht zudem unsere Unabhängigkeit und unsere einzigartige Fähigkeit, sinnvolle Möglichkeiten zu schaffen, die unseren kreativen Partnern, Konsumenten und erstklassigen Partnern zugutekommen.“

Fazit: Netflix und Sony definieren Pay-per-View neu

Mit dem neuen globalen Deal heben Netflix und Sony das Pay-per-View-Modell auf ein neues Niveau. Für euch als Zuschauer bedeutet das langfristig mehr Blockbuster, weniger regionale Unterschiede und einen klaren Fokus auf exklusive Premium-Filme. Netflix und Sony setzen damit einen Meilenstein, der die Streaming-Landschaft bis weit in die 2030er-Jahre prägen dürfte.

Quelle: Deadline

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