
Stephen King liefert erneut den Stoff für eine neue Streamingserie: Prime Video hat eine sechsteilige Miniserie nach seiner Kurzgeschichte „Crouch End“ bestellt. Die Mystery-Geschichte führt nach London, wo das rätselhafte Verschwinden eines Mannes zunehmend übernatürliche Züge annimmt.
Prime Video bestellt sechsteilige „Crouch End“-Miniserie
Mit „Crouch End“ nimmt sich Prime Video die nächste Geschichte von Stephen King vor. Die Kurzgeschichte erschien erstmals 1980 und spielt im gleichnamigen Stadtteil im Norden Londons. Für die neue Adaption sind insgesamt sechs Episoden vorgesehen.
Dabei handelt es sich um ein durchaus besonderes King-Projekt: „Crouch End“ soll die erste Adaption eines Werks des Autors werden, die in Großbritannien produziert wird. Schauplatz bleibt entsprechend der literarischen Vorlage London, wodurch sich die Serie auch atmosphärisch von vielen anderen Stephen-King-Verfilmungen unterscheiden dürfte.
Darum geht es in „Crouch End“
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Doris Freeman, ein international bekannter Filmstar. Eines Tages taucht sie auf einer Londoner Polizeistation auf und meldet ihren Ehemann als vermisst. Doch ihre Schilderungen werfen schnell mehr Fragen auf als Antworten.
Doris ist überzeugt davon, dass das Verschwinden mit merkwürdigen und möglicherweise übernatürlichen Ereignissen zusammenhängt. Inspector Ted Vetter übernimmt den Fall und muss herausfinden, was tatsächlich geschehen ist. Dabei steht nicht nur die Frage im Raum, ob Doris die Wahrheit erzählt – auch der Verdacht, sie selbst könnte etwas mit dem Verschwinden ihres Mannes zu tun haben, lässt sich zunächst nicht ausschließen. Je tiefer Vetter in den Fall eintaucht, desto stärker deutet jedoch offenbar einiges darauf hin, dass hinter den Ereignissen Kräfte stecken könnten, die sich mit gewöhnlicher Polizeiarbeit kaum erklären lassen.
Mystery und Horror mit deutlichem Lovecraft-Einfluss
Stephen Kings Kurzgeschichte verbindet klassische Mystery-Elemente mit übernatürlichem Horror. Gleichzeitig gilt „Crouch End“ als Hommage an den Horrorautor H. P. Lovecraft und dessen Geschichten über unerklärliche, kosmische Bedrohungen.
Damit könnte sich die Prime-Video-Adaption stärker in Richtung atmosphärischer und psychologischer Horror bewegen, statt ausschließlich auf klassische Schockmomente zu setzen. Vor allem der Londoner Schauplatz und das scheinbar vertraute Viertel, hinter dessen Fassade sich etwas Unheimliches verbirgt, spielen dabei eine wichtige Rolle.
„Bodies“-Schöpfer Paul Tomalin entwickelt die Serie
Für die Serienadaption ist Paul Tomalin verantwortlich. Er entwickelte zuvor unter anderem die Netflix-Mysteryserie „Bodies“ und fungiert bei „Crouch End“ auch als Executive Producer.
Die Regie übernimmt Tom Shankland, der unter anderem an der Miniserie „The Serpent“ beteiligt war. Auch er gehört zum Team der ausführenden Produzenten. Produziert wird „Crouch End“ von Mammoth Screen und Fifth Season. Weitere Executive Producer sind Damien Timmer, Rebecca Keane und Ben Irving.
Wer Doris Freeman, Inspector Ted Vetter und die weiteren Figuren spielen wird, steht bislang noch nicht fest. Das Casting für die Produktion läuft. Auch einen konkreten Starttermin für die Miniserie hat Prime Video bisher nicht bekannt gegeben.
„Crouch End“ wurde bereits einmal verfilmt
Ganz neu auf dem Bildschirm ist Stephen Kings Geschichte allerdings nicht. Bereits 2006 wurde „Crouch End“ im Rahmen der Anthologieserie „Nightmares & Dreamscapes: From the Stories of Stephen King“ für TNT umgesetzt. In Deutschland lief die Produktion unter dem Titel „Stephen Kings Alpträume“ und wurde 2008 beim damaligen Pay-TV-Sender Premiere Serie ausgestrahlt.
Die neue Prime-Video-Produktion erhält mit sechs Episoden nun allerdings deutlich mehr Raum, um die Geschichte, das Londoner Setting und die übernatürlichen Ereignisse ausführlicher zu erzählen.
*Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft.
