
HBO Max verschärft die Maßnahmen gegen Passwort-Sharing. Nach einer längeren Testphase macht Warner Bros. Discovery nun ernst und orientiert sich klar am Vorgehen von Netflix. Während der Dienst hierzulande noch relativ frisch gestartet ist, endet die bislang lockere Praxis beim Teilen von Accounts in den kommenden Monaten.
Warner Bros. Discovery kündigt klare Schritte an
Im Rahmen der Quartalszahlen für Q4 2025 erklärte Warner Bros. Discovery, dass 2026 der weltweite Rollout der Passwort-Sperre erfolgt. Laut JB Perrette, CEO Global Streaming & Games, lief das vergangene Jahr als „Aufwärmphase“. Nutzer erhielten zunächst nur dezente Hinweise, wenn Accounts außerhalb des eigenen Haushalts verwendet wurden.
Diese sogenannten Soft-Meldungen konnten bisher problemlos weggeklickt werden. Doch damit ist jetzt Schluss. Die Hinweise werden konkreter und lassen sich nicht mehr ignorieren. Wer außerhalb des Haushalts streamt, wird aktiv aufgefordert, ein eigenes Abo abzuschließen oder das bestehende Profil in einen neuen Account zu übertragen.
Extra Member und Profil-Transfer als Alternative
Damit HBO Max trotz der Einschränkungen attraktiv bleibt, führt der Konzern – analog zu Netflix – eine „Extra Member“-Option ein. Hauptabonnenten können künftig gegen Aufpreis eine Person außerhalb des eigenen Haushalts legal hinzufügen. Die Preise für Deutschland stehen allerdings noch nicht fest.
Zudem wird ein Profil-Transfer angeboten. Dadurch gehen Watchlist, Verlauf und persönliche Einstellungen beim Wechsel in ein eigenes Abo nicht verloren. Das soll den Übergang erleichtern und gleichzeitig Kündigungen vorbeugen.
Wirtschaftlicher Druck im Streaming-Markt
Mit weltweit über 131 Millionen Abonnenten verfolgt Warner Bros. Discovery ein klares Ziel: Die Streaming-Sparte soll deutlich profitabler werden. CEO David Zaslav betonte, dass man die Erträge bis 2030 verdreifachen wolle. Und weil der Markt zunehmend gesättigt ist, gilt die Monetarisierung bisheriger Mitnutzer als naheliegender Hebel.
Für euch bedeutet das: HBO Max wird beim Passwort-Sharing ab 2026 ernst machen. Wer weiterhin gemeinsam streamen möchte, muss entweder zur Extra-Option greifen oder ein eigenes Abo abschließen.
*Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft.


