Netflix kauft KI-Firma InterPositive für Filmproduktionen

Teilen:

Netflix baut seine KI-Strategie weiter aus und übernimmt das US-Start-up InterPositive. Das Unternehmen entwickelt KI-Werkzeuge für Filmschaffende und wurde von Hollywood-Star Ben Affleck gegründet. Die Übernahme zeigt, wie stark der Streamingdienst künftig auf KI-Technologien im Produktionsprozess setzen will.

Netflix setzt auf KI für Film- und Serienproduktion

Der Streaminganbieter Netflix hat am Donnerstagabend die Übernahme des KI-Start-ups InterPositive bekannt gegeben. Das Unternehmen mit Sitz in Los Angeles entwickelt Werkzeuge auf Basis künstlicher Intelligenz, die speziell für Filmschaffende konzipiert wurden.
InterPositive wurde vor rund vier Jahren von Schauspieler und Regisseur Ben Affleck gegründet. Der Hollywood-Star arbeitet bereits seit einiger Zeit eng mit Netflix zusammen. Erst kürzlich wurde bekannt, dass der Streamingdienst einen neuen First-Look-Deal mit dem Produktionsstudio Artists Equity abgeschlossen hat. Das Studio wurde von Ben Affleck und Matt Damon gegründet.
Zuletzt landete das Duo mit dem Thriller „The Rip“ einen großen Erfolg auf der Plattform. Außerdem soll noch in diesem Jahr eine neue Regiearbeit von Ben Affleck bei Netflix erscheinen, in der er selbst auch die Hauptrolle übernimmt.

Team von InterPositive wechselt zu Netflix

Im Zuge der Übernahme soll die gesamte Belegschaft von InterPositive zu Netflix wechseln. Das Start-up beschäftigt derzeit rund 16 Mitarbeiter. Über die Höhe des Kaufpreises haben beide Seiten bislang keine Angaben gemacht.
Ben Affleck selbst wird dem Streamingdienst weiterhin verbunden bleiben und künftig als Berater fungieren. Um mögliche Sorgen über den Einsatz von künstlicher Intelligenz zu adressieren, veröffentlichte Netflix zudem ein Video, in dem Affleck die Technologie und die Ziele seines Unternehmens erläutert.

KI soll Postproduktion unterstützen

Nach Angaben von Affleck liegt der Fokus der Technologie nicht darauf, komplette Filme per Knopfdruck zu erzeugen. Stattdessen sollen KI-Werkzeuge Filmschaffenden vor allem in der Postproduktion helfen.
Die Systeme können beispielsweise beim Schnitt, bei visuellen Effekten oder bei der Farbgestaltung eingesetzt werden. Ziel ist es, kreative Prozesse zu beschleunigen und gleichzeitig die Kontrolle über die künstlerische Vision bei den Filmschaffenden zu belassen.
In einem schriftlich veröffentlichte Statement erklärt Ben Affleck: „Wir haben Beschränkungen zum Schutz der kreativen Intention integriert, sodass die Werkzeuge ein verantwortungsvolles Experimentieren ermöglichen und gleichzeitig die kreativen Entscheidungen in den Händen der Künstler belassen und sicherstellen, dass die Vorteile dieser Technologie direkt der Geschichte zugutekommen, die sie erzählen wollen.“

Netflix betont Schutz kreativer Entscheidungen

Auch Netflix selbst betont, dass künstliche Intelligenz nicht dazu gedacht sei, kreative Arbeit zu ersetzen. Vielmehr solle die Technologie als unterstützendes Werkzeug dienen.
Bela Bajaria, Chief Content Officer bei Netflix, erklärte dazu: „Unsere Beziehung zu Künstlern basiert seit jeher auf Vertrauen: Wir unterstützen ihre gesamte Kreativität und stellen sicher, dass sie selbst entscheiden können, wie ihre Filme und Serien entstehen. Wir glauben, dass neue Tools die kreative Freiheit erweitern und nicht einschränken oder die Arbeit von Autoren, Regisseuren, Schauspielern und Crewmitgliedern ersetzen sollten.“
Weiter führt sie aus: „Ben und sein Team von InterPositive stehen in einer langen Tradition von Künstlern in unserer Branche, die wegweisend für den Einsatz von Innovationen im Storytelling sind. Ihre Arbeit zielt darauf ab, Filmemachern mehr Wahlmöglichkeiten, Kontrolle und Schutz für ihre Vision zu geben. Wir freuen uns darauf, diese Tradition gemeinsam fortzuführen und die Kreativen und ihre künstlerischen Intentionen in den Mittelpunkt all unseres Handelns zu stellen.“

Diskussion um KI in der Filmbranche

Die Debatte über den Einsatz künstlicher Intelligenz beschäftigt die Film- und Serienbranche schon seit längerer Zeit. Besonders Fragen rund um Urheberrechte und kreative Kontrolle sorgen regelmäßig für Diskussionen. Auch Netflix geriet zuletzt in die Kritik, nachdem eine neue KI-Klausel in Verträgen mit Synchronsprechern für Unmut sorgte. Mit der Übernahme von InterPositive versucht der Streamingdienst nun offenbar, stärker auf eine Zusammenarbeit mit Filmschaffenden zu setzen.
Gerade deshalb dürfte die Integration von InterPositive für Netflix ein wichtiger Schritt sein. Die KI-Technologie soll künftig dabei helfen, Produktionen effizienter umzusetzen und gleichzeitig kreative Entscheidungen weiterhin in den Händen der Künstler zu belassen.

*Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft.

Quelle: Digitalfernsehen.de, Netflix

Teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

error: Content is protected !!
Nach oben scrollen