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Netflix vor Strategiewechsel: Peacock und Fox One bald in der App?

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© Netflix
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Netflix könnte sein bisheriges Geschäftsmodell deutlich erweitern. Der Streamingdienst soll darüber nachdenken, Angebote anderer Anbieter direkt in die eigene Plattform zu integrieren. Erste Gespräche gab es offenbar bereits mit Peacock und Fox One. Damit könnte sich Netflix langfristig von einem klassischen Streamingdienst zu einer zentralen Anlaufstelle für verschiedene Streamingangebote entwickeln.

Netflix spricht offenbar mit anderen Streamingdiensten

Wer Netflix öffnet, findet bislang hauptsächlich Eigenproduktionen sowie lizenzierte Filme, Serien, Dokumentationen und zunehmend auch Live-Inhalte. Künftig könnte die Plattform jedoch deutlich offener werden.
Wie die „New York Times“ unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen berichtet, haben Netflix-Verantwortliche mit NBCUniversal und Fox Corporation über eine mögliche Einbindung ihrer Streamingdienste Peacock und Fox One gesprochen. Eine konkrete Vereinbarung steht derzeit allerdings nicht bevor. Zudem ist noch offen, wie eine solche Zusammenarbeit technisch und wirtschaftlich umgesetzt werden könnte.
Denkbar wäre beispielsweise, dass Nutzer zusätzliche Streamingangebote direkt über Netflix abonnieren und anschließend innerhalb der Netflix-App auf deren Inhalte zugreifen könnten. Damit würde sich das Unternehmen einem Modell annähern, das unter anderem Amazon bereits seit Jahren verfolgt.

Netflix könnte zur zentralen Streaming-Plattform werden

Netflix könnte künftig andere Streamingdienste in seine Plattform integrieren / Bildquelle: KI-generiert: ChatGPT
Netflix könnte künftig andere Streamingdienste in seine Plattform integrieren / Bildquelle: KI-generiert: ChatGPT

Prime Video bietet Nutzern neben seinem eigenen Katalog zahlreiche zusätzliche Channels und Streaming-Abonnements an. Dadurch lassen sich verschiedene Angebote über eine gemeinsame Benutzeroberfläche nutzen und teilweise auch zentral verwalten.
Sollte Netflix einen vergleichbaren Weg einschlagen, wäre das ein bemerkenswerter Strategiewechsel. Noch vor wenigen Jahren setzte das Unternehmen darauf, mit seinem eigenen Angebot möglichst viele Zuschauer langfristig innerhalb der Netflix-App zu halten.

Künftig könnte genau diese Reichweite genutzt werden, um auch konkurrierenden Anbietern eine zusätzliche Vertriebsplattform zu bieten. Netflix würde damit nicht mehr ausschließlich als Streamingdienst auftreten, sondern zunehmend die Rolle eines Aggregators übernehmen.
Welche Variante das Unternehmen bevorzugen könnte, steht jedoch noch nicht fest. Laut dem Bericht ist sowohl eine weitreichende Integration fremder Inhalte als auch ein Modell denkbar, bei dem Netflix eher als Vermittler zusätzlicher Abonnements fungiert.

Peacock und Fox One könnten erste Kandidaten sein

Mit Peacock und Fox One stehen offenbar bereits zwei konkrete Angebote im Raum. Peacock gehört zum Medienkonzern NBCUniversal und bietet in den USA unter anderem Serien, Filme, Shows und Sportübertragungen.
Fox One wiederum bündelt verschiedene Inhalte und Senderangebote von Fox innerhalb eines Streamingdienstes. Beide Plattformen könnten durch eine Präsenz bei Netflix Zugang zu einer erheblich größeren Nutzerbasis erhalten.

Für Netflix hätte eine solche Kooperation ebenfalls Vorteile. Statt ausschließlich über immer neue Eigenproduktionen um die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu konkurrieren, könnte die Plattform zusätzliche Inhalte anderer Unternehmen bündeln und Nutzer dadurch noch länger innerhalb der eigenen App halten.
Allerdings existieren bislang weder bestätigte Verträge noch ein Termin für eine mögliche Einführung. Auch Netflix hat bisher keine entsprechenden Partnerschaften mit Peacock oder Fox One offiziell angekündigt.

Netflix testet das Prinzip bereits mit TF1 in Frankreich

Dass Netflix grundsätzlich bereit ist, Inhalte anderer Anbieter stärker in seine Plattform zu integrieren, zeigt bereits ein aktuelles Beispiel aus Frankreich. Seit dem 19. Juni 2026 können französische Netflix-Mitglieder Programme von TF1+ sowie mehrere Live-TV-Sender der TF1-Gruppe direkt über Netflix ansehen. Dazu gehören unter anderem TF1, TMC, TFX, TF1 Séries Films und der Nachrichtensender LCI. Außerdem stehen zahlreiche Serien, Shows und weitere Inhalte des französischen Medienunternehmens zur Verfügung.

Die Inhalte sind dabei stärker in die Netflix-Oberfläche eingebunden als bei einem einfachen externen Link. Funktionen wie „Meine Liste“, „Weiterschauen“ und die Top-10-Bereiche können auch für das zusätzliche Angebot genutzt werden. Netflix bezeichnete die Zusammenarbeit zum Start als vollständig integriertes Modell. Schon bei der ursprünglichen Ankündigung erklärte das Unternehmen, dass französische Abonnenten TF1-Inhalte nutzen können, ohne Netflix verlassen zu müssen.
Damit liefert die Kooperation einen ersten Eindruck davon, wie Netflix künftig weitere externe Inhalte in seine eigene Plattform integrieren könnte.

Was würde der Strategiewechsel für Netflix-Nutzer bedeuten?

Für Zuschauer könnte eine stärkere Bündelung verschiedener Streamingangebote vor allem mehr Komfort bringen. Statt ständig zwischen unterschiedlichen Apps wechseln zu müssen, könnten Filme, Serien und Live-Inhalte verschiedener Anbieter innerhalb einer Oberfläche erreichbar sein.
Gleichzeitig sind noch viele Fragen ungeklärt. Dazu gehört beispielsweise, ob zusätzliche Dienste separat bezahlt werden müssten, ob Netflix die Abrechnung übernehmen würde und wie stark fremde Inhalte tatsächlich in Empfehlungen und Suchergebnisse integriert wären.
Auch die Verfügbarkeit dürfte von Land zu Land unterschiedlich ausfallen. Peacock und Fox One konzentrieren sich derzeit vor allem auf den US-Markt. Für Deutschland wurde bislang keine entsprechende Erweiterung von Netflix angekündigt.
Das Beispiel TF1 zeigt jedoch, dass Netflix solche Partnerschaften grundsätzlich auch außerhalb der USA umsetzen kann.

Konkurrenz für Prime Video und YouTube

Hinter den Überlegungen steckt gleichzeitig ein größerer Wettbewerb um die Rolle als zentrale Plattform auf dem Fernseher. Amazon versucht bereits seit Jahren, Prime Video zu einer Anlaufstelle für verschiedene Streamingangebote auszubauen.
Auch YouTube erweitert sein Angebot mit sogenannten Primetime Channels und ermöglicht damit den Zugriff auf zusätzliche kostenpflichtige Dienste.
Für Netflix könnte die Öffnung gegenüber anderen Streaminganbietern deshalb ein wichtiger Schritt sein, um seine starke Position auf Smart-TVs zu verteidigen. Schließlich konkurrieren die großen Plattformen längst nicht mehr nur um einzelne erfolgreiche Filme oder Serien, sondern auch darum, welche App Zuschauer überhaupt zuerst öffnen.

Fazit

Netflix könnte vor einer der größeren Veränderungen seines bisherigen Streamingmodells stehen. Gespräche mit Peacock und Fox One zeigen, dass das Unternehmen offenbar zumindest prüft, weitere Streamingangebote innerhalb der eigenen Plattform zugänglich zu machen.
Noch handelt es sich allerdings um Überlegungen ohne bestätigte Vereinbarung. Ob daraus tatsächlich ein Netflix-Modell ähnlich den Prime Video Channels entsteht, bleibt deshalb abzuwarten.
Mit der bereits gestarteten TF1-Integration in Frankreich hat Netflix jedoch bewiesen, dass externe Sender und Inhalte tief in die eigene Plattform eingebunden werden können. Sollte dieses Konzept ausgeweitet werden, könnte sich Netflix langfristig von einem einzelnen Streamingdienst zu einer umfassenderen Streaming-Plattform entwickeln.

*Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft.

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