
Die Übernahmeschlacht zwischen Paramount und Warner Bros. Discovery geht in die nächste Runde. Paramount hat sein Angebot für WBD noch einmal nachgebessert und erhöht damit den Druck auf Management und Aktionäre. Während das neue Paket Milliarden-Zusagen enthält, rät WBD zunächst zur Zurückhaltung.
Milliarden-Offerte für Warner Bros. Discovery
Noch bis zum 20. Februar können die Aktionäre von Warner Bros. Discovery das Übernahmeangebot annehmen. Paramount bietet weiterhin 30 US-Dollar pro Aktie, was einer Bewertung von rund 108 Milliarden Euro entspricht. Allerdings hatte das Unternehmen zuletzt nur wenige Anteile sichern können.
Parallel dazu steht eine Einigung zwischen WBD und Netflix im Raum. Der Streamingdienst will für rund 83 Milliarden US-Dollar lediglich das Studio- und Streaminggeschäft übernehmen, während das lineare TV-Geschäft abgespalten werden soll. Damit liegt Netflix finanziell unter dem Gesamtangebot von Paramount, verfolgt jedoch eine andere strategische Struktur.
Strafzahlungen und Bonusmodell als Lockmittel
Um die Entscheidung zugunsten des eigenen Angebots zu beeinflussen, hat Paramount nun zusätzliche finanzielle Anreize geschaffen.
So übernimmt der Konzern eine mögliche Strafzahlung in Höhe von 2,8 Milliarden US-Dollar an Netflix, falls deren Deal mit WBD nicht zustande kommt. Darüber hinaus verpflichtet sich Paramount zu weiteren Zahlungen, die sich auf mehrere hundert Millionen Dollar summieren könnten.
Besonders bemerkenswert ist das Bonusmodell: Ab 2027 sollen Aktionäre pro Quartal 25 US-Cent je Aktie erhalten, sofern der Deal noch nicht abgeschlossen ist. Das entspricht potenziell rund 650 Millionen US-Dollar pro Quartal. Zusätzlich will Paramount Kosten in Höhe von etwa 1,5 Milliarden Dollar übernehmen, die WBD durch eine Umschichtung von Schulden entstehen könnten.
Damit versucht das Unternehmen nicht nur finanziellen Druck aufzubauen, sondern zugleich regulatorische Sicherheit zu signalisieren.
Rolle von David Ellison und regulatorische Signale
Paramount-Chef David Ellison betont: „Die zusätzlichen Vorteile unseres überlegenen Barangebots von 30 US-Dollar pro Aktie unterstreichen deutlich unser starkes und unerschütterliches Engagement, den WBD-Aktionären den vollen Wert zu bieten, den sie für ihre Investition verdienen. Wir nehmen bedeutende Verbesserungen vor – wir stützen dieses Angebot mit Milliarden von Dollar, bieten den Aktionären Wertesicherheit, einen klaren regulatorischen Weg und Schutz vor Marktvolatilität.“
In der offiziellen Mitteilung verweist Paramount zudem darauf, bereits Ende Januar grünes Licht aus Deutschland erhalten zu haben. Welche Behörde konkret zugestimmt haben soll, bleibt jedoch offen. Dennoch soll dieser Hinweis verdeutlichen, dass Genehmigungen in wichtigen Märkten vergleichsweise zügig erfolgen könnten.
WBD empfiehlt vorerst Stillhalten
Das Management von Warner Bros. Discovery kündigte an, die überarbeitete Offerte zu prüfen. Gleichzeitig rät das Unternehmen seinen Aktionären, zunächst keine Schritte zu unternehmen. Innerhalb der kommenden zehn Tage muss WBD offiziell Stellung beziehen.
Damit bleibt die Lage angespannt. Denn während Paramount mit milliardenschweren Zusagen um Vertrauen wirbt, steht mit Netflix weiterhin ein strategisch anders gelagerter Deal im Raum. Die kommenden Tage dürften daher entscheidend sein – für Warner Bros. Discovery ebenso wie für Paramount und den gesamten Streamingmarkt.
*Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft.
Quelle: DWDL.de


