
Die geplante Übernahme von Sky Deutschland durch RTL erreicht die nächste Stufe. RTL hat den Deal nun offiziell bei der EU-Kommission angemeldet. Damit beginnt die wettbewerbsrechtliche Prüfung in Brüssel – und es entscheidet sich, ob der Zusammenschluss den deutschen Streaming- und TV-Markt nachhaltig verändert.
Anmeldung bei der EU-Kommission gestartet
Mit der offiziellen Anmeldung bei der Europäische Kommission startet das sogenannte Fusionskontrollverfahren. Die Behörde prüft, ob die Übernahme von Sky Deutschland durch RTL Deutschland den Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum beeinträchtigen könnte.
Zunächst erfolgt eine Phase-I-Prüfung. Dabei wird analysiert, ob durch den Zusammenschluss eine marktbeherrschende Stellung entstehen könnte. Sollte die Kommission Bedenken haben, könnte eine vertiefte Phase-II-Prüfung folgen. RTL zeigte sich laut dpa optimistisch und kündigte eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Behörde an. Ziel bleibt ein Abschluss der Transaktion im ersten Halbjahr 2026.
Strategischer Schritt im Streaming-Markt
Bereits im Sommer 2025 hatte RTL die Übernahmepläne bekanntgegeben. Künftig soll Stephan Schmitter das gemeinsame Unternehmen führen. Bislang gehört Sky Deutschland zum US-Konzern Comcast.
Mit dem Zusammenschluss würde RTL seine Position im Streaming-Markt deutlich ausbauen. Zusammen kämen RTL+ und Sky laut RTL Group auf rund 11,5 Millionen zahlende Abonnenten. Damit würde man sich als ernstzunehmender Wettbewerber hinter Netflix und Amazon Prime Video etablieren.
Sportrechte als entscheidender Faktor
Besonders attraktiv sind die umfangreichen Sportrechte von Sky. Dazu zählen unter anderem die Übertragungsrechte an der Fußball-Bundesliga sowie an der Formel 1. Gerade Live-Sport gilt als zentraler Treiber für Abonnements, da exklusive Inhalte die Kundenbindung stärken.
Sollte die EU-Kommission grünes Licht geben, würde RTL mit der Sky-Deutschland-Übernahme nicht nur im Streaming, sondern auch im klassischen Pay-TV-Markt deutlich an Gewicht gewinnen. Die Entscheidung aus Brüssel dürfte daher richtungsweisend für die weitere Entwicklung des deutschen Medienmarktes sein.
*Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft.


