
Sky UK hatte im vergangenen Herbst Gespräche zur Übernahme von ITV aufgenommen – doch nun mehren sich Berichte, wonach sich der Prozess verlangsamt. Während Sky UK weiter wachsen will, steht die mögliche ITV-Übernahme offenbar unter neuen Vorzeichen. Hinter den Kulissen könnten strategische Zweifel eine größere Rolle spielen.
Gespräche offenbar ins Stocken geraten
Im November vergangenen Jahres wurde bekannt, dass Sky UK Interesse an einer Übernahme von ITV zeigt. Damals wurde der britische Privatsender mit rund 1,8 Milliarden Pfund bewertet, zuletzt war von etwa 1,6 Milliarden Pfund die Rede. Ziel wäre ein deutlich größerer Player im Streaming- und TV-Markt, der im internationalen Wettbewerb besser bestehen kann.
Doch mehrere Finanzmedien berichten inzwischen, dass sich die Gespräche in den vergangenen Wochen spürbar verlangsamt haben. Die Verhandlungen wurden maßgeblich von Verantwortlichen aus der US-Zentrale von Comcast geführt, dem Mutterkonzern von Sky. Allerdings soll von dort zuletzt weniger Initiative ausgegangen sein.
Strategische Hürden bei Produktion und Sendergeschäft
Ein Knackpunkt scheint die Struktur von ITV zu sein. Sky soll vor allem an der Media- und Entertainment-Sparte interessiert sein, während die Produktionssparte nicht Teil der Übernahmepläne wäre. Eine Trennung dieser Bereiche gilt jedoch als komplex – sowohl organisatorisch als auch wirtschaftlich.
Hinzu kommt, dass in den USA intensiv darüber nachgedacht wird, wie sich mögliche Branchentransaktionen auf den Markt auswirken könnten. Insbesondere der diskutierte Zusammenschluss von Netflix und Warner Bros. Discovery sorgt offenbar für strategische Neubewertungen. Sollte ein solcher Deal Realität werden, würde sich das Kräfteverhältnis im globalen Streaming-Markt deutlich verschieben.
Taktisches Spiel über die Öffentlichkeit?
Unklar bleibt, warum die aktuellen Informationen gerade jetzt an die Öffentlichkeit gelangen. Solche Leaks sind selten zufällig. Einerseits könnte eine Partei versuchen, den Druck zu erhöhen, um die Gespräche wieder zu beschleunigen. Andererseits wäre es denkbar, dass eine Seite auf einen schnellen Abschluss drängt und über mediale Berichte Bewegung in die Sache bringen möchte.
Offiziell haben sich weder Sky noch Comcast oder ITV zu den jüngsten Spekulationen geäußert. Damit bleibt offen, ob die ITV-Übernahme tatsächlich an Schwung verliert – oder ob es sich lediglich um eine Phase strategischer Neujustierung handelt. Klar ist jedoch: Für Sky bleibt Wachstum entscheidend, denn nur so kann der Konzern im zunehmend konsolidierten Streaming-Markt langfristig bestehen.
*Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft.
Quelle: Digitalfernsehen.de


