
Wir haben pünktlich zum Wochenende mal wieder ein paar spannende Meldungen aus der Kinowelt für euch gefunden und hoffen, ihr habt Spaß mit der neuesten Ausgabe unser kurz und knapp gehaltenen Kinonews.
„Digger“ mit Tom Cruise entwickelt sich zum Totalflop

Eigentlich schafft es Tom Cruise mit seinen neuen Filmen stets, massenhaft Besucher in die Kinos zu locken. Nachdem er von seinen zahlreichen Actionfilmen in den vergangenen Jahren eine Pause einlegen und auch mal eine für ihn recht untypische Rolle übernehmen wollte, scheint sich dies aber nun geändert zu haben. Sein aktueller Film „Digger“, in der Cruise unter seiner extrem aufwändigen Maske kaum wiederzuerkennen ist, entwickelt sich derzeit zu einem der größten Flops der gesamten Hollywood-Geschichte. Schätzungen zufolge hat der Film allein für sein Budget bis zu 180 Millionen US-Dollar verschlungen und für das Marketing dürften noch einmal knapp 100 Millionen US-Dollar hinzu kommen. Problem nur: Am ersten Wochenende spielte der Film in den USA magere 8 Millionen Dollar ein, weltweit waren es immerhin 20 Millionen.
Knapp 350 Millionen Dollar müsste „Digger“ jedoch einspielen, um wenigstens seine Kosten zu decken. Das wird ihm wohl kaum gelingen, denn etliche US-Kinos haben den Film schon jetzt aus ihrem Programm gebannt – die Rede ist hier von mehreren Tausend Kinos. Das für gewöhnlich gut informierte Magazin „Variety“ rechnet damit, dass „Digger“ für das zuständige Studio Minuskosten im Wert von satten 245 Millionen Dollar verursachen wird – ein absolutes Desaster.
Tom Cruise wollte sich mit der ungewöhnlichen Rolle im Film endlich den Wunsch seines ersten Schauspiel-Oscars erfüllen. Herausgekommen ist stattdessen einer der größten Kino-Flops der Neuzeit, bei der die Filmstudios sich die Frage stellen müssen, ob der Name Tom Cruise wirklich nur noch in Kombination mit Actionrollen funktioniert.
David Fincher hat keine Lust mehr auf Netflix

Der berühmte Regisseur David Fincher („Sieben“) wird vermutlich nie wieder für Netflix auf dem Regiestuhl Platz nehmen. Grund dafür sind die Turbulenzen, die er beim Dreh seines neuen Films „The Further Mis-Adventures of Cliff Booth“ nach einem Drehbuch von Quentin Tarantino erleben musste. Fincher war mit dem fertigen Ergebnis des Films, der im November auch in den Kinos starten wird, offenbar unzufrieden und forderte von Netflix einige Nachdrehs. Netflix lehnte zuerst ab, gab dann nach einigen Streitereien aber doch nach, gestattete mehrere zusätzliche Aufnahmen mit Hauptdarsteller Brad Pitt und sogar die Restaurierung einiger bereits bestehender Kulissen. Fincher war über die Zusammenarbeit mit dem zuständigen Teamleiter Dan Lin dennoch derartig unzufrieden, dass diese letztendlich zum Bruch führte.
Und dann wäre da auch noch eine Überschreitung des Filmbudgets, welches aktuell auf rund 200 Millionen Dollar geschätzt wird – alleine 80 Millionen Dollar davon wurden für die Bezahlung von Brad Pitt, David Fincher und Quentin Tarantino verwendet. Der Film, der quasi eine Fortsetzung zu Tarantinos letztem Streifen „Once upon a Time in Hollywood“ darstellt, startet am 25. November in den US-Kinos und wird ab dem 23. Dezember bei Netflix zu sehen sein.
Greta Gerwigs „Die Chroniken von Narnia“ sind ein „Desaster“

Greta Gerwig, bekannt als Regisseurin von „Barbie“ arbeitete lange an einer Netflix-Version von „Die Chroniken von Narnia“, die Anfang Februar auch in den weltweiten Kinos zu sehen sein wird. Eben jener Film sorgte nun jedoch bei einem ersten Test-Screening für sehr negative Rückmeldungen – es ist seitens Netflix sogar von einem „absoluten Desaster“ die Rede. Diese Aussage wiegt umso mehr, da der Streifen laut gut informierten Quellen rund 300 Millionen US-Dollar verschlungen hat. Netflix hat nun bereits umfangreiche Nachdrehs angeordnet, die das Projekt aber nicht gerade günstiger machen. Bemängelt wurden unter anderem das Setting des Films sowie die Tatsache, dass die Protagonisten im Film Narnia erst im dritten Akt erreichen – obwohl der Titel ja eigentlich etwas ganz Anderes verspricht.
Fun Fact: Gerwig fetzte sich am Set offenbar mit eben jenem Dan Lin, der auch schon David Fincher auf die Palme brachte.
Neuer Film von Taika Waititi mit Jenna Ortega enttäuscht maßlos

Erinnert sich noch jemand an die guten Zeiten, als der Name Taika Waititi für großartiges Kino stand? Der berühmte Regisseur, dessen wohl bester Film „Jojo Rabbit“ sogar einen Oscar für das beste Drehbuch (ebenfalls von ihm verfasst) erhielt, lieferte in den letzten Monaten einen Flop nach dem anderen ab – darunter „Thor: Love and Thunder“ oder „Next Goal Wins“. Mit „Klara and the Sun“ lieferte er nun einen weiteren Film ab, der bei seiner Premiere in London nahezu ausschließlich negative Kritiken von den ansässigen Filmkritiken kassierte. Namhafte Zeitungen wie „The Guardian“ oder „The Times“ vergaben jeweils nur einen von 5 Sternen.
Überraschend: In der Hauptrolle des Films ist die junge Schauspielerin Jenna Ortega zu sehen, die unter anderem für ihre Rollen in „Scream 5“ und „Wednesday“ sehr positive Kritiken erhielt und nun ihren ersten echten Flop in Kauf nehmen muss.
