Erste DVB-I-Free-TV-Plattform startet im Spätsommer

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© Hisense/Freeview Neuseeland
© Hisense/Freeview Neuseeland

Freeview Neuseeland macht Ernst mit der TV-Zukunft: Im dritten Quartal 2026 startet dort mit „Freeview NextGen“ die weltweit erste Free-TV-Plattform auf Basis von DVB-I im Regelbetrieb. Der neue TV-Standard soll Fernsehen deutlich einfacher machen und Satellit, Kabel, Antenne sowie Internet intelligent miteinander verbinden.

Freeview NextGen startet als weltweit erste DVB-I-Plattform

In Neuseeland beginnt im dritten Quartal 2026 eine neue Ära des Fernsehens. Die Plattform Freeview führt mit „Freeview NextGen“ als erster Anbieter weltweit den neuen Standard DVB-I offiziell im Regelbetrieb ein. Unterstützt wird das Projekt zunächst von den TV-Herstellern Hisense und TCL, die passende Fernseher auf den Markt bringen wollen.
Weitere Hersteller dürften schnell folgen. Denn DVB-I benötigt in seinen Grundfunktionen keine neue Hardware. Ob bereits verkaufte Smart-TVs per Softwareupdate nachgerüstet werden, ist derzeit allerdings noch offen.

Was ist DVB-I überhaupt?

Der neue Standard DVB-I wird bereits seit mehreren Jahren innerhalb der DVB-Organisation entwickelt. Ziel ist es, klassisches Fernsehen und Internet-TV intelligent zusammenzuführen.
Dabei vereint DVB-I verschiedene Empfangswege wie Satellit, Kabel, Antenne (DVB-T2) und Internet-Streams miteinander und sorgt so für eine intelligente Verknüpfung klassischer TV-Übertragungen mit modernem Streaming. Der Zuschauer muss sich künftig nicht mehr darum kümmern, über welchen Weg ein Sender empfangen wird. Der Fernseher entscheidet automatisch selbst, welche Quelle die beste Bildqualität liefert.

Fernseher wählen automatisch die beste Bildqualität

Mit DVB-I reicht es künftig aus, den Fernseher mit dem Internet zu verbinden. Danach erscheinen die bekannten TV-Sender automatisch in der Programmliste. Sind zusätzlich Satellit, Kabel oder Antenne angeschlossen, analysiert der Fernseher die verfügbaren Empfangswege und schaltet je nach Sender automatisch auf die beste verfügbare Qualität um.
Im Hintergrund arbeitet dabei eine zentrale Senderliste mit allen verfügbaren Verbreitungswegen. Damit diese Daten nicht manipuliert werden können, werden die Quellen zusätzlich überprüft.

Auch HD-Abos sollen künftig automatisch erkannt werden

Besonders interessant wird DVB-I perspektivisch für Deutschland. Hier könnte der Standard künftig auch hinterlegte Abonnements berücksichtigen.
Besitzt ein Nutzer beispielsweise ein RTL+-Abo, könnte der Fernseher automatisch die HD-Version eines Senders auswählen. Ohne entsprechendes Abo würde dagegen nur der frei verfügbare SD-Stream genutzt werden. Dadurch könnte DVB-I langfristig für deutlich mehr Komfort beim Fernsehempfang sorgen.

DVB-I ersetzt Satellit oder Kabel nicht

Wichtig ist allerdings: DVB-I ist kein neuer Übertragungsweg. Satellit, Kabel, Antenne und IPTV bleiben weiterhin bestehen.
Der neue Standard dient vielmehr als intelligente Steuerung zwischen den vorhandenen Empfangsmöglichkeiten. Gerade in der Smart-TV-Welt soll DVB-I dafür sorgen, dass klassische Free-TV-Sender weiterhin einfach auffindbar bleiben. Auch in Neuseeland bleiben die bisherigen Übertragungswege erhalten.
Freeview ergänzt diese lediglich um die neue DVB-I-Technologie.

Freeview sieht DVB-I als Zukunft des Fernsehens

Leon Mead, General Manager von Freeview Neuseeland, sieht im neuen Standard einen wichtigen Schritt für die Zukunft des Fernsehens: „Freeview NextGen ist der entscheidende Schritt, das frei empfangbare Fernsehen für alle Neuseeländer zukunftssicher zu machen. Es besteht kein Zweifel daran, dass wir das Streamen von Live-TV lieben – und Freeview NextGen macht dies einfacher als je zuvor. Dies ist die Zukunft des Fernsehens.“
Mit dem offiziellen Start von DVB-I in Neuseeland dürfte die Technologie nun auch international stärker in den Fokus rücken. Gerade in Europa gilt DVB-I bereits seit längerer Zeit als möglicher wichtiger Baustein für die TV-Zukunft.

*Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft.

Quelle: Digitalfernsehene.de

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