
Netflix wird in Deutschland und Österreich erneut teurer. Der Streamingdienst erhöht die Preise für seine Abonnements und verlangt künftig für mehrere Tarife zwei Euro mehr pro Monat. Während in Deutschland vor allem das günstige Werbe-Abo einen deutlichen Preissprung macht, verteuert sich in Österreich das weiterhin angebotene Basis-Abo. Außerdem müssen auch Zusatzmitglieder künftig mehr bezahlen.
Netflix erhöht 2026 die Preise in Deutschland und Österreich
Für Netflix-Kunden in Deutschland und Österreich wird das Streaming-Abo künftig teurer. Nach der letzten größeren Preisanpassung im April 2024 folgt nun die nächste Preisrunde. Dabei verteuern sich Standard und Premium in beiden Ländern jeweils um zwei Euro pro Monat.
Das werbefreie Standard-Abo steigt von bislang 13,99 Euro auf 15,99 Euro monatlich. Wer Netflix hingegen mit 4K-Auflösung und den zusätzlichen Funktionen des Premium-Tarifs nutzen möchte, zahlt künftig 21,99 Euro statt bisher 19,99 Euro pro Monat.
Damit überschreitet das teuerste reguläre Netflix-Abo erstmals die Marke von 20 Euro monatlich. Allerdings gibt es beim günstigsten verfügbaren Tarif deutliche Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich.
Die neuen Netflix-Preise in Deutschland
In Deutschland betrifft die Preiserhöhung alle drei regulär angebotenen Abonnements. Besonders stark fällt sie dabei beim Standard-Abo mit Werbung aus.
Der günstigste Netflix-Tarif steigt von bislang 4,99 Euro auf 6,99 Euro pro Monat. Zwar beträgt die absolute Erhöhung ebenfalls zwei Euro, prozentual entspricht dies jedoch einem Anstieg von rund 40 Prozent.
Außerdem werden Standard und Premium jeweils zwei Euro teurer.
| Netflix-Abo | Bisher | Neuer Preis | Erhöhung |
|---|---|---|---|
| Standard mit Werbung | 4,99 € | 6,99 € | +2,00 € |
| Standard | 13,99 € | 15,99 € | +2,00 € |
| Premium | 19,99 € | 21,99 € | +2,00 € |
Auf ein vollständiges Jahr gerechnet zahlen Kunden dadurch 24 Euro mehr für ihr jeweiliges Abonnement.
Das Standard-Abo mit Werbung kostet künftig 83,88 Euro pro Jahr. Für Standard werden dagegen 191,88 Euro jährlich fällig, während Premium auf 263,88 Euro pro Jahr kommt.
Auch Netflix-Abos in Österreich werden teurer
Nicht nur deutsche Kunden sind von der neuen Preisrunde betroffen. Gleichzeitig erhöht Netflix auch die Abogebühren in Österreich.
Dort gibt es bislang noch kein Standard-Abo mit Werbung. Stattdessen steht weiterhin das klassische Basis-Abo als günstigste Tarifstufe zur Verfügung. Dieses verteuert sich von 8,99 Euro auf 10,99 Euro monatlich. Standard steigt ebenfalls von 13,99 Euro auf 15,99 Euro, während Premium künftig 21,99 Euro statt 19,99 Euro kostet.
| Netflix-Abo | Bisher | Neuer Preis | Erhöhung |
|---|---|---|---|
| Basis | 8,99 € | 10,99 € | +2,00 € |
| Standard | 13,99 € | 15,99 € | +2,00 € |
| Premium | 19,99 € | 21,99 € | +2,00 € |
Somit steigen auch in Österreich alle derzeit angebotenen Tarifstufen um zwei Euro monatlich. Über ein Jahr hinweg entstehen dadurch ebenfalls 24 Euro zusätzliche Kosten.
Eine Besonderheit bleibt allerdings das österreichische Basis-Abo. Während Netflix diesen Tarif in Deutschland bereits seit längerer Zeit nicht mehr für Neukunden anbietet und auch für verbliebene Bestandskunden auslaufen lässt, steht er in Österreich weiterhin zur Verfügung. Ein werbefinanziertes Netflix-Abo soll dort hingegen erst im kommenden Jahr eingeführt werden.
Auch Zusatzmitglieder bei Netflix werden teurer
Die Preisanpassung betrifft allerdings nicht nur die normalen Abonnements. Netflix erhöht in Deutschland zugleich die Gebühren für Zusatzmitglieder. Damit können Abonnenten gegen Aufpreis eine weitere Person außerhalb ihres eigenen Haushalts zum Account hinzufügen.
Für ein Zusatzmitglied mit Werbung steigt der monatliche Preis von bislang 3,99 Euro auf 4,99 Euro. Die werbefreie Variante kostet dagegen künftig 5,99 Euro statt bisher 4,99 Euro pro Monat.
| Zusatzmitglied | Bisher | Neuer Preis |
|---|---|---|
| Mit Werbung | 3,99 € | 4,99 € |
| Ohne Werbung | 4,99 € | 5,99 € |
Die Kosten erhöhen sich dadurch um jeweils einen Euro pro Monat beziehungsweise zwölf Euro pro Jahr.
Zusatzmitglieder erhalten bei Netflix außerdem ein eigenes Konto, ein eigenes Passwort und ein eigenes Profil. Allerdings müssen sich Kontoinhaber und Zusatzmitglied im selben Land befinden.
Netflix lässt das alte Basis-Abo in Deutschland auslaufen
Neben den neuen Preisen gibt es für einige deutsche Bestandskunden noch eine weitere Veränderung. Das frühere werbefreie Basis-Abo konnte bereits seit längerer Zeit nicht mehr neu gebucht werden. Kunden, die den Tarif zuvor genutzt hatten, konnten ihn allerdings teilweise weiterhin behalten.
Nun lässt Netflix auch diese verbliebenen Basis-Abonnements in Deutschland auslaufen. Betroffene Kunden müssen deshalb anschließend auf einen der aktuell verfügbaren Tarife wechseln.
Damit konzentriert sich das Angebot in Deutschland künftig vollständig auf Standard mit Werbung, Standard und Premium. In Österreich sieht die Situation hingegen anders aus. Dort bleibt das Basis-Abo derzeit weiterhin Bestandteil der regulären Tarifstruktur.
Wann gelten die höheren Netflix-Preise für Bestandskunden?
Die neuen Preise müssen bei bestehenden Kunden nicht zwangsläufig alle am selben Tag wirksam werden. Stattdessen richtet sich die Umstellung nach dem jeweiligen Abrechnungszeitraum. Netflix informiert seine Abonnenten nach eigenen Angaben einen Monat vor dem Rechnungsdatum, an dem eine Preisänderung greift, per E-Mail über die Anpassung.
Wann genau sich der monatliche Betrag erhöht, kann deshalb vom individuellen Abrechnungsdatum abhängen.
Wer Netflix nicht direkt beim Streamingdienst, sondern beispielsweise über einen Partner, einen Mobilfunkanbieter oder innerhalb eines Bundles gebucht hat, kann ebenfalls zu einem anderen Zeitpunkt von der Preisanpassung betroffen sein. In diesem Fall erfolgt die Information in der Regel über den jeweiligen Vertragspartner.
Bestandskunden sollten daher sowohl ihre E-Mails als auch die Angaben im eigenen Netflix-Konto im Blick behalten.
Warum erhöht Netflix erneut die Preise?
Netflix begründet Preisänderungen grundsätzlich unter anderem mit dem weiteren Ausbau seines Angebots sowie mit Investitionen in neue Inhalte und Verbesserungen des Streamingdienstes.
Daneben können auch Entwicklungen in einzelnen Märkten eine Rolle spielen. Dazu gehören beispielsweise Inflation, Steuern und andere wirtschaftliche Faktoren.
Gleichzeitig investiert Netflix weiterhin hohe Summen in eigene Filme und Serien. Darüber hinaus erweitert der Streaminganbieter sein Angebot zunehmend um weitere Inhalte und Unterhaltungsformate.
Für Kunden bedeutet die aktuelle Preisrunde dennoch vor allem höhere laufende Kosten. Besonders auffällig ist dabei der Anstieg des deutschen Werbe-Abos: Obwohl es weiterhin deutlich günstiger als die werbefreien Varianten bleibt, steigt der monatliche Preis von 4,99 Euro auf 6,99 Euro. Damit fällt die aktuelle Preiserhöhung insbesondere beim günstigsten Netflix-Abo in Deutschland deutlich ins Gewicht.
*Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft.
