
Die Werbeumsätze von TV, Videostreaming und Audio-Medien steigen 2026 voraussichtlich auf 6,5 Milliarden Euro. Während klassische Fernseh- und Radiowerbung weiter unter Druck geraten, verzeichnen Streaming-Angebote erneut kräftige Zuwächse. Besonders profitieren dabei die großen internationalen Plattformen wie YouTube, TikTok, Prime Video oder Facebook.
Werbemarkt wächst auf 6,5 Milliarden Euro
Der Verband Privater Medien (VAUNET) erwartet für das Jahr 2026 einen Anstieg der Werbeumsätze von TV-, Videostreaming- und Audio-Angeboten um 4,3 Prozent auf insgesamt 6,55 Milliarden Euro. Im Vorjahr lag das Wachstum lediglich bei 0,9 Prozent. Damit setzt sich die Entwicklung der vergangenen Jahre fort: Streaming-Angebote gewinnen weiter Marktanteile, während klassische lineare Medien zunehmend unter wirtschaftlichen Druck geraten.
Besonders deutlich zeigt sich dieser Wandel im Bereich der Bewegtbildwerbung. Die gesamten Werbeerlöse in TV und Videostreaming sollen 2026 auf 5,73 Milliarden Euro steigen. Während die klassische Fernsehwerbung um weitere vier Prozent auf 3,12 Milliarden Euro zurückgeht, wächst die Werbung in Streaming-Angeboten um starke 18 Prozent auf rund 2,61 Milliarden Euro.
Streaming gewinnt weiter Marktanteile
Bereits 2025 hatte sich die Verschiebung deutlich gezeigt. Die Fernsehwerbung verlor damals 9,2 Prozent und fiel auf 3,25 Milliarden Euro. Gleichzeitig legte die Instream-Videowerbung um 22,3 Prozent auf 2,22 Milliarden Euro zu. Der Trend setzt sich nun auch 2026 fort.
Für Medienunternehmen bedeutet dies einen tiefgreifenden Strukturwandel. Zuschauer nutzen immer häufiger Streaming-Angebote auf Smart-TVs, Smartphones und Tablets. Entsprechend folgen die Werbebudgets der Unternehmen zunehmend den veränderten Sehgewohnheiten der Nutzer.
Auch Audiostreaming wächst weiter
Nicht nur im Videobereich, sondern auch bei Audio-Angeboten zeigt sich eine ähnliche Entwicklung. Die Werbeumsätze im Audiomarkt sollen 2026 um 1,3 Prozent auf 821 Millionen Euro steigen. Während die klassische Radiowerbung mit 677 Millionen Euro weitgehend stabil bleibt, wächst die Werbung in gestreamten Audio-Angeboten wie Musik- und Podcast-Plattformen um acht Prozent auf 144 Millionen Euro. Damit setzt sich auch im Audiobereich die Verlagerung von linearen zu digitalen Angeboten fort.

Big Tech dominiert den Streaming-Werbemarkt
Besonders stark profitieren von diesem Wachstum die großen internationalen Plattformkonzerne. Laut VAUNET werden Alphabet, Amazon, ByteDance und Meta im Jahr 2026 allein im Bereich der Videostreaming-Werbung rund 1,9 Milliarden Euro umsetzen. Das entspricht einem Marktanteil von 72 Prozent in diesem Segment.
Über alle Werbegattungen hinweg fließt inzwischen schätzungsweise jeder zweite Werbe-Euro an große Plattformanbieter. VAUNET warnt deshalb vor einer zunehmenden Konzentration der Werbegelder bei wenigen internationalen Konzernen und sieht dadurch die Finanzierung journalistischer Medienangebote in Deutschland gefährdet.
VAUNET fordert politische Maßnahmen
Der Verband fordert deshalb von Bund, Ländern und der Europäischen Union bessere Rahmenbedingungen für private Medienunternehmen. Ziel sei es, gleiche Wettbewerbsbedingungen zwischen klassischen Medienhäusern und globalen Plattformanbietern zu schaffen. Nach Ansicht des Verbandes könnten ansonsten Medienvielfalt und demokratische Öffentlichkeit langfristig unter Druck geraten.
Streaming-Werbung wird zum Wachstumsmotor
Die aktuellen Zahlen zeigen deutlich: Die Transformation des Werbemarktes schreitet weiter voran. Während TV und Radio weiterhin hohe Umsätze erzielen, verlagern sich Werbegelder zunehmend in digitale Streaming-Angebote. Besonders Video-Streaming entwickelt sich zum wichtigsten Wachstumstreiber der Branche. Gleichzeitig wächst der Einfluss internationaler Plattformkonzerne auf den deutschen Werbemarkt weiter.
*Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft.
Quelle: VAUNET


