
1&1 baut seine TV-Plattform weiter aus und integriert ab sofort den Streamingdienst Joyn. Kundinnen und Kunden können Joyn+-Inhalte künftig direkt über die Startseite und die Suchfunktion von 1&1 TV entdecken. Nach RTL+ und dem ZDF-Stream ist Joyn bereits das dritte Streamingangebot, das umfassend in die Benutzeroberfläche eingebunden wird.
Joyn wird direkt in 1&1 TV integriert
1&1 entwickelt sein IPTV-Angebot zunehmend zu einer zentralen Plattform für lineares Fernsehen und Streaming weiter. Ab sofort ist auch Joyn in 1&1 TV integriert. Nutzer können über die gewohnte Oberfläche auf die Joyn-App zugreifen und dort sowohl kostenlose Inhalte als auch das kostenpflichtige Premiumangebot Joyn+ nutzen.
Dabei geht die Einbindung über eine einfache Verknüpfung zur App hinaus. Ausgewählte Inhalte von Joyn+ erhalten einen eigenen Bereich auf der Startseite von 1&1 TV. Darüber hinaus werden passende Serien, Shows und andere Angebote des Streamingdienstes direkt in den Suchergebnissen der TV-Plattform angezeigt.
Wird ein Joyn-Inhalt ausgewählt, startet dieser anschließend über die Joyn-App. Dadurch müssen Zuschauer nicht mehr selbst zwischen verschiedenen Anwendungen wechseln und dort erneut nach dem gewünschten Titel suchen.
Einmalige Anmeldung bei Joyn erforderlich
Vor der ersten Nutzung müssen sich Kundinnen und Kunden einmalig bei Joyn registrieren beziehungsweise mit einem bestehenden Joyn-Konto anmelden. Danach bleiben sie bei weiteren Aufrufen eingeloggt und gelangen direkt zu den zuvor ausgewählten Inhalten.
Die Anmeldung muss somit nicht bei jedem Wechsel zwischen 1&1 TV und Joyn erneut durchgeführt werden. Das soll die Nutzung insbesondere auf dem Fernseher komfortabler gestalten und die verschiedenen Angebote stärker miteinander verbinden.
Wichtig ist jedoch: Durch die Integration wird Joyn+ nicht automatisch Bestandteil eines bestehenden 1&1-TV-Abonnements. Das kostenlose, werbefinanzierte Joyn-Angebot kann weiterhin ohne zusätzliches Premium-Abo genutzt werden. Für exklusive Serien, Shows, Pay-TV-Sender und weitere Joyn+-Inhalte ist dagegen nach wie vor ein kostenpflichtiger Zugang erforderlich.
Was Joyn und Joyn+ bieten
Joyn bündelt Live-TV, Mediathekeninhalte und zahlreiche Abrufangebote in einer gemeinsamen Anwendung. Zum kostenlosen Bereich gehören unter anderem Livestreams verschiedener Fernsehsender sowie zahlreiche Sendungen der ProSiebenSat.1-Gruppe.
Mit Joyn+ erhalten Abonnenten Zugriff auf zusätzliche Serien, Filme und Shows sowie verschiedene Pay-TV-Inhalte. Zahlreiche Produktionen stehen dabei in HD-Qualität zur Verfügung. Ausgewählte Sendungen können außerdem bereits vor ihrer regulären Ausstrahlung im Fernsehen abgerufen werden.
Durch die direkte Einbindung in 1&1 TV sollen diese Inhalte künftig schneller auffindbar sein. Besonders praktisch ist dabei die übergreifende Suche: Zuschauer müssen nicht zwingend wissen, bei welchem Dienst eine bestimmte Serie oder Show angeboten wird, sondern können direkt über die Oberfläche von 1&1 TV danach suchen.
Joyn folgt auf RTL+ und ZDF-Stream
Joyn ist nicht der erste Streamingdienst, den 1&1 umfassend in sein TV-Angebot integriert. Bereits zuvor wurden RTL+ und der sogenannte ZDF-Stream in die Plattform eingebunden. Joyn ist damit das dritte Angebot, dessen Inhalte direkt auf der Startseite und innerhalb der Suche von 1&1 TV erscheinen können.
Die Strategie erinnert an andere TV-Plattformen wie MagentaTV oder GigaTV, die ebenfalls versuchen, klassisches Fernsehen, Mediatheken und externe Streamingdienste in einer gemeinsamen Benutzeroberfläche zusammenzuführen.
Für Nutzer liegt der Vorteil vor allem in der übersichtlicheren Bedienung. Anstatt jede Streaming-App einzeln zu öffnen und mehrere Suchfunktionen zu verwenden, können viele Inhalte zentral entdeckt und anschließend direkt gestartet werden.
Mehr als 170 Sender über 1&1 TV
Neben der stärkeren Einbindung von Streamingdiensten bietet 1&1 TV weiterhin ein umfangreiches klassisches Fernsehangebot. Nach Angaben des Unternehmens stehen über die Plattform mehr als 170 Sender zur Verfügung. Mehr als 150 davon werden in HD-Qualität angeboten.
Zum Funktionsumfang gehören unter anderem Restart und die 7-Tage-Replay-Funktion. Mit Restart lassen sich bereits laufende Sendungen noch einmal von Anfang an starten. Über Replay können ausgewählte Sendungen aus dem Programm der vergangenen sieben Tage nachträglich angesehen werden.
Darüber hinaus können Nutzer Sendungen aufzeichnen und auf unterschiedlichen Geräten abrufen. Mit der Multi-Stream-Funktion ist die parallele Nutzung auf bis zu vier Geräten möglich. Unterstützt werden unter anderem Smart-TVs, Computer, Laptops, Smartphones und Tablets. Optional bietet 1&1 zudem eine eigene TV-Box an.
1&1 TV wird zunehmend zur Streamingzentrale
Mit der Joyn-Integration verfolgt 1&1 erkennbar das Ziel, die eigene TV-Oberfläche stärker als zentrale Anlaufstelle für unterschiedliche Bewegtbildangebote zu positionieren. Neben den eigenen Live-TV-Sendern werden zunehmend Inhalte externer Streaminganbieter in die Navigation und Suche aufgenommen.
Für 1&1 könnte eine solche Bündelung die Attraktivität des eigenen TV-Angebots erhöhen. Zuschauer sollen möglichst viele Inhalte finden können, ohne die vertraute Benutzeroberfläche verlassen oder manuell mehrere Anwendungen durchsuchen zu müssen.
Die eigentlichen Abonnements der jeweiligen Streamingdienste bleiben dabei jedoch grundsätzlich voneinander getrennt. Die Integration erleichtert in erster Linie das Entdecken und Starten der Inhalte, ersetzt aber kein erforderliches Premium-Abo.
Fazit: Praktische Erweiterung für 1&1-TV-Kunden
Mit der Einbindung von Joyn erweitert 1&1 seine TV-Plattform um einen weiteren bekannten Streamingdienst. Besonders die Integration von Joyn+-Inhalten in die Startseite und die übergreifende Suche dürfte die Bedienung komfortabler machen.
Nach RTL+ und dem ZDF-Stream wächst 1&1 TV damit zunehmend zu einer Plattform heran, auf der klassisches Fernsehen, Mediatheken und Streamingangebote miteinander verbunden werden. Wer Joyn+ vollständig nutzen möchte, benötigt allerdings weiterhin ein separates kostenpflichtiges Abonnement.
*Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft.


