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Disney+ Patentstreit: Nach Chromecast offenbar auch AirPlay in Deutschland betroffen

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© Disney+ Logo
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Für Disney+-Abonnenten in Deutschland gibt es offenbar die nächste Einschränkung. Nachdem Disney die Übertragung über Google Cast und Chromecast infolge eines Patenturteils deaktiviert hat, scheint nun auch Apples AirPlay betroffen zu sein. Damit könnten Nutzer Inhalte nicht mehr wie gewohnt vom iPhone oder iPad drahtlos auf einen Fernseher oder Apple TV übertragen. Eine eindeutige Bestätigung von Disney zur AirPlay-Sperre steht allerdings noch aus.

Disney+ offenbar auch ohne AirPlay in Deutschland

Der Patentstreit zwischen Disney und InterDigital zieht möglicherweise weitere Kreise. Erst vor wenigen Tagen bestätigte Disney, dass die Chromecast-Übertragung bei Disney+ in Deutschland aufgrund einer Gerichtsentscheidung abgeschaltet wurde. Nun gibt es Hinweise darauf, dass auch Apple AirPlay nicht mehr wie gewohnt zur Verfügung steht.
AirPlay ermöglicht es beispielsweise, einen auf dem iPhone oder iPad gestarteten Film drahtlos auf ein Apple TV oder einen kompatiblen Smart-TV zu übertragen. Damit erfüllt die Technik einen ähnlichen Zweck wie Google Cast, auch wenn beide Systeme technisch unterschiedlich umgesetzt werden.
Nach der aktuellen Meldung scheint Disney die drahtlose Übertragung über AirPlay in Deutschland ebenfalls eingeschränkt zu haben. Offiziell bestätigt hat der Streaminganbieter diesen Schritt bislang jedoch nicht. Deshalb lässt sich momentan noch nicht abschließend sagen, ob sämtliche AirPlay-Geräte und Disney+-Abonnements gleichermaßen betroffen sind.

Chromecast-Sperre wurde inzwischen von Disney bestätigt

Bei Google Cast ist die Situation inzwischen eindeutiger. Anfang September berichteten erste Nutzer aus Deutschland und den Niederlanden, dass Disney+-Inhalte plötzlich nicht mehr per Chromecast auf einen Fernseher übertragen werden konnten. Stattdessen erschien eine Meldung, wonach Chromecast-Streaming im jeweiligen Herkunftsland nicht verfügbar sei.

Disney bestätigte später gegenüber Golem, dass die Funktion aufgrund der Gerichtsentscheidung tatsächlich deaktiviert wurde. Angaben dazu, wie lange die Einschränkung bestehen bleibt oder ob Disney gegen die Entscheidung vorgehen wird, machte das Unternehmen zunächst nicht.

👉 Mehr dazu: Disney+ deaktiviert Chromecast-Übertragung in Deutschland: Patentstreit kostet nächste Funktion

Sollte sich bestätigen, dass Disney nun auch AirPlay deaktiviert hat, wären damit die beiden verbreiteten Möglichkeiten zur drahtlosen Übertragung von mobilen Geräten auf einen Fernseher betroffen.

Dieses Patent steckt hinter der Einschränkung

Auslöser ist eine Entscheidung der Düsseldorfer Lokalkammer des Einheitlichen Patentgerichts (UPC) vom 2. September 2026. Der Fall betrifft das europäische Patent EP 2 080 349, dessen Rechte bei InterDigital liegen.

Das Patent beschäftigt sich mit einer Technologie, die unter anderem eine nahtlose Wiedergabe beim Teilen von Multimedia-Inhalten zwischen verschiedenen Geräten ermöglicht. Das Gericht stellte eine mittelbare Patentverletzung durch den Disney+-Dienst fest. Die daraus resultierende Unterlassungsverfügung gilt in Deutschland und den Niederlanden.

Die Reichweite des Patents könnte erklären, warum möglicherweise nicht nur Googles Casting-Technologie betroffen ist. Auch AirPlay dient dazu, Inhalte von einem Gerät an ein anderes Wiedergabegerät weiterzugeben. Ob die aktuelle AirPlay-Einschränkung tatsächlich unmittelbar aus derselben Unterlassungsverfügung resultiert, wurde von Disney bislang allerdings nicht offiziell bestätigt.

AirPlay wird von Disney+ grundsätzlich unterstützt

In anderen Regionen gehört AirPlay weiterhin offiziell zu den unterstützten Disney+-Funktionen. Im Hilfe-Center des Streamingdienstes beschreibt Disney beispielsweise weiterhin, wie Nutzer Filme und Serien vom iPhone oder iPad über AirPlay an ein Apple TV beziehungsweise einen AirPlay-2-kompatiblen Fernseher übertragen können. Das spricht dafür, dass es sich bei möglichen Einschränkungen in Deutschland nicht um die generelle Abschaffung der AirPlay-Unterstützung handelt.
Vielmehr dürfte die Besonderheit erneut in der regional gültigen Patententscheidung liegen. Auch die Chromecast-Sperre betrifft derzeit Deutschland und die Niederlande und ist nicht weltweit umgesetzt worden.

Apple TV kann trotzdem weiter genutzt werden

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen AirPlay und der Disney+-App auf Apple TV. Bei AirPlay wird ein Inhalt beispielsweise vom iPhone oder iPad an ein anderes Gerät übertragen. Die native Disney+-App auf einem Apple TV startet den Stream dagegen direkt auf dem Streaminggerät.
Eine mögliche AirPlay-Sperre bedeutet deshalb nicht automatisch, dass Disney+ auf Apple TV überhaupt nicht mehr funktioniert. Nutzer mit einem aktuellen Apple TV können grundsätzlich weiterhin die dort installierte Disney+-App verwenden. Dasselbe gilt für unterstützte Smart-TVs und andere Streaminggeräte mit einer eigenen Disney+-Anwendung.
Vor allem Besitzer älterer Geräte könnten die Einschränkung stärker bemerken. Wer Disney+ bislang ausschließlich über AirPlay oder Chromecast auf einen Fernseher gebracht hat, verliert damit möglicherweise eine besonders einfache Wiedergabemöglichkeit.

Patentstreit wird für Disney+-Kunden immer deutlicher spürbar

Der Konflikt mit InterDigital betrifft mittlerweile mehrere technische Bereiche des Streamingdienstes. In früheren Verfahren ging es unter anderem um Videokompression, HEVC und HDR-Technologien. Gerichte in Deutschland sowie das Einheitliche Patentgericht sprachen bereits mehrere Unterlassungsverfügungen gegen Disney aus.

Zwischenzeitlich musste Disney deshalb auch bei der Bildqualität reagieren. 4K kehrte später teilweise über den alternativen VP9-Codec zurück. Doch auch diese Lösung ist inzwischen Gegenstand eines weiteren Patentverfahrens von InterDigital. Mit Google Cast – und offenbar nun auch AirPlay – geht es inzwischen nicht mehr ausschließlich um Bildformate oder Videocodecs. Der Streit betrifft zunehmend Funktionen, die viele Zuschauer im Alltag unmittelbar nutzen.

Noch keine offizielle Bestätigung für AirPlay-Sperre

Während Disney die Abschaltung von Chromecast inzwischen bestätigt hat, sollte die Situation bei AirPlay derzeit noch etwas vorsichtiger bewertet werden. Es gibt deutliche Hinweise auf eine entsprechende Einschränkung in Deutschland. Eine offizielle Erklärung des Unternehmens, wonach AirPlay wegen des Patenturteils vollständig deaktiviert wurde, liegt bislang jedoch nicht vor.

Sollte sich die Sperre bestätigen, würde sich die Zahl der durch den Patentstreit eingeschränkten Disney+-Funktionen erneut erhöhen. Abonnenten könnten Inhalte dann weder über Google Cast noch über Apples AirPlay wie bisher bequem vom Smartphone oder Tablet auf den Fernseher übertragen. Ob und wann die Funktionen zurückkehren, dürfte davon abhängen, wie Disney juristisch und technisch auf die Unterlassungsverfügung reagiert.

*Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft.

Quellen: Caschys Blog, Golem

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